Krieg heute – reiner Anachronismus!


Wir befinden uns in einem Schiff auf dem Ozean. Das Schiff ist schwer leck geschlagen, Wasser dringt ein. Eigentlich sollten alle Kräfte darauf gerichtet werden, die Lecks abzudichten. Doch es gibt einen Streit zwischen den Insassen. Die eine Seite meint, dass ihr mehr Tische im Speisesaal zustehen, die andere Seite ist dagegen. Der Streit verschärft sich und artet in Gewalt aus. Es wird geschossen und gebombt. Dabei durchschlagen Geschosse den Rumpf des Schiffes und vergrößern die Zahl der Lecks. Das wird aber nicht beachtet. Auch die Insassen, die am Streit nicht direkt beteiligt sind, ergreifen Partei gegen den Aggressor. Sie wollen unbedingt verhindern, dass er so viele Tische erhält und versorgen seinen Gegner mit Munition. So wächst die Zahl der Lecks noch mehr, und das Schiff beginnt zu sinken. Alle Insassen engagieren sich aber weiterhin nur für die Gerechtigkeit der Tische-Verteilung. Ihr Gerechtigkeitssinn ist allerdings bedeutungslos. Denn schließlich sinkt das Schiff, und da ist es egal, wem die Tische gehören, die nun untergehen.

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