Zukunft: Natrium-Ionen vs. Lithium-Ionen
Am 26.03.2026 ist in Deutschlands größter Wochenzeitung DIE ZEIT ein Bericht zu Neptunes Lithium-Vorhaben und der immer noch ausstehenden Entsorgung der Giftschlammgrube Brüchau erschienen (siehe unten). In dem zur Verfügung stehenden Rahmen liefert der Artikel einen umfassenden und korrekten Überblick zu den wichtigsten Aspekten des Themas. Durch die doppeldeutige Überschrift „Die Zukunft ist unterirdisch“ und auch durch den letzten Satz „Nur kommt mit diesem Wandel auch die Frage, ob das auch ohne eine starke Belastung der Umwelt möglich ist.“ wird die Bedrohung der Umwelt allerdings besonders betont.
Besten Dank dem Verfasser Malte Seiwerth, der unseren Kampf für eine gesunde Umwelt und jetzt insbesondere den gerichtlichen Kampf des BUND für eine rechtskonforme Entsorgung der Giftschlammgrube Brüchau durch seinen Artikel unterstützt!
Ich werde darin u.a. folgendermaßen zitiert:
„Lenz ist zudem überzeugt, dass wegen neuer Batterietechnologien, die nicht auf Lithium angewiesen sind, deutlich weniger von dem Rohstoff benötigt werde, als bislang angenommen.„
Dies möchte ich gern noch etwas untersetzen:
Es häufen sich nämlich in letzter Zeit Meldungen über Fortschritte der Natrium-Ionen-Batterien. Obwohl bisher der Löwenanteil der Batterieforschung in Lithium-Ionen investiert wurde, kommt die Natrium-Technik kräftig voran. Erst kürzlich (am 11. März) erschien im pv-magazine der Artikel „Deutschlands verpasste Solarrevolution – mal wieder: Warum 16 Millionen Dächer mehr leisten können als Europas Atomträume“
Unter der Zwischenüberschrift „Dunkelflaute als Angstgespenst der Energie- und Fossillobby“ wird darin auch auf die Batterie-Technik eingegangen:
„Während heute noch vor allem Lithium-Ionen-Batterien als Hausspeicher dominieren, steht mit Natrium-Ionen- und Salzstrom-Technologien bereits die nächste Generation dezentraler Speicher in den Startlöchern. Erste CE-zertifizierte Heimspeicher auf Natrium-Ionen-Basis sind in Europa bereits erhältlich und werden gezielt für Eigenheime mit Photovoltaik vermarktet, weil sie ohne knappe Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt auskommen und mit einfach verfügbaren Materialien wie Natrium und Kochsalz arbeiten.„
„Der entscheidende Punkt: Natrium-Ionen-Batterien erreichen in aktuellen Studien bereits nahezu Kostenparität zu Lithium-Ionen-Zellen, mit der Perspektive, diese bei weiteren Lerneffekten deutlich zu unterbieten. Bis 2050 prognostizieren Energiesystem-Analysen Speichergestehungskosten von nur noch rund 11 bis 14 Euro pro Megawattstunde – günstiger als Lithium-Ionen mit 16 bis 22 Euro – bei hoher Zyklenfestigkeit und für stationäre Anwendungen vollkommen ausreichender Energiedichte. Parallel entstehen die ersten Fabriken für Salz-Stromspeicher in Europa, die explizit auf stationäre Anwendungen und lange Lebensdauern zielen.„
Titelbild: Freepik
Passend dazu:
Die Salzbatterie auf dem Weg zur 20-€/kWh-Revolution – doch Deutschland steht sich mal wieder selbst im Weg (https://xpert.digital/die-salz-batterie-ist-da)
„In Kombination mit Millionen von Dach-PV-Anlagen bedeutet das: Stromspeicher wandern künftig nicht nur in einige tausend Großbatterie-Parks, sondern in zig Millionen Keller, Hauswirtschaftsräume und Garagen. Mit skalierbaren Heimspeichern von zehn bis über zwanzig Kilowattstunden Kapazität pro Haushalt, wie sie etwa neue Natrium-Ionen-Systeme anbieten, lassen sich Abend- und Nachtstunden bereits heute weitgehend aus der eigenen Dachanlage überbrücken. Je dichter dieses dezentrale Speicher-Netz wird, desto seltener müssen fossile Kraftwerke einspringen – selbst in wind- und sonnenarmen Phasen.“


Quelle: DIE ZEIT
Manipulation geht einfach, am Besten mit dem Schüren von Angst. Die LEUCHTENDE BRISE nutzen ist besser als Angst vor der DUNKLEN FLAUTE zu haben. Es ist eben nur die Frage nach dem Speicher. Mehr nicht. Und wenn heute in Berlin Rufe kommen, Braunkohlekraftwerke hoch zu fahren wegen zu hoher Spritpreise, suche ich jetzt den Wagen, der mit Briketts angetrieben wird. Selbst die Bahn hat keine kohlebetriebenen Loks mehr. Aber es wird Angst geschürt, dass es zu wenig Energie gibt, dass sie unbezahlbar wird, und dass es in Deutschland Arbeitsplätze kostet. Obwohl in allen Ländern der Erde die Spritpreise steigen. Je schneller die Chance genutzt wird, erneuerbare Energien dezentral ausreichend zu gewiinnen und zu nutzen, desto schneller sind wir von den Mätzchen unabhängig, die alleine auf Angstspekulation auf dem Weltmarkt basieren. Danke für den Beitrag!